Covid-19 – Aktuelle Infos

Das neuartige Coronavirus und der damit einhergehende aktuelle Shutdown des öffentlichen Lebens trifft auch die Kultur- und Kreativwirtschaft hart. Hier findet ihr eine Auflistung aktueller Fördermöglichkeiten sowie weitere aktuelle Infos, die wir für euch in den nächsten Tagen und Wochen regelmäßig erweitern werden.

(Stand: 01. April)

 

 

 

Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbstständige:
Die Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie Finanzen haben unbürokratische Soforthilfen zugunsten von Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbstständigen und Freiberufler*innen bekannt gegeben, die in der Regel keine Kredite erhalten und über keine Sicherheiten oder weitere Einnahmen verfügen. Finanzielle Soforthilfe (steuerbare Zuschüsse) für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigten.
Bis 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
Bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten  (Vollzeitäquivalente)
Anträge können bis zum 31. Mai gestellt werden. Zum Online-Antrag geht’s unter soforthilfe-corona.nrw.de.
Weitere Informationen findet ihr HIER.

Soforthilfe für freischaffende Künstlerinnen und Künstler (Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW):
Nordrhein-Westfalen bietet für Freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten können eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro erhalten. Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen Formulars  bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden. Die Mittel müssen später nicht zurückgezahlt werden.
Weitere Infos sowie das Antragsformular gibt’s unter www.mkw.nrw/FAQ_Sofortprogramm.

Corona Soforthilfe Kredit Rheinland-Pfalz:
Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) vergibt Liquiditätshilfekredite zur Überbrückung von vorübergehenden Finanzierungschwierigkeiten. Gefördert werden Soloselbstständige, Freiberufler, Unternehmen und Landwirtschaft bis einschließlich 30,0 beschäftigten Mitarbeitenden mit Sitz in Rheinland-Pfalz. Der Kreditpauschalbetrag beträgt 10.000 EUR für Antragstellende mit bis einschließlich 10,0 Mitarbeitenden. Die Auszahlung des Kredites erfolgt zu 100 %. Die gewährten Kreditmittel können unmittelbar nach Erhalt der Förderzusage bis einschließlich 30.11.2020 abgerufen werden. Der Programmzinssatz für den Endkreditnehmenden beträgt 1,00 % p.a.Die Tilgung erfolgt zwischen dem 31.03.2022 und dem 31.03.2026 in 17 gleichhohen vierteljährlichen Raten.
Weitere Infos sowie das Antragsformular gibt’s unter isb.rlp.de/604-corona-soforthilfe-kredit-rlp

Corona-Nothilfe-Programm für GEMA-Mitglieder:
Die GEMA hat ein bis zu 40 Mio. Euro starkes Nothilfe-Programm für ihre Mitglieder beschlossen: In einem zweistufigen Programm wird sie finanzielle Hilfen in einer Gesamthöhe von rund 40 Mio. Euro bereitstellen:
Der “Schutzschirm LIVE” richtet sich vorrangig an Komponist*innen und Textdichter*innen, die zugleich als Performer auftreten und aufgrund flächendeckender Veranstaltungsabsagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Anträge können ab dem 30.3.2020 gestellt werden.
Der “Corona-Hilfsfonds” stellt finanzielle Übergangshilfen für individuelle Härtefälle bereit und soll Komponist*innen, Textdichter*innen und Musikverleger*innen unterstützen, die von der Corona-Pandemie außergewöhnlich stark betroffen sind und deren individueller, durch die Pandemie ausgelöster Härtefall nicht bereits über den “Schutzschirm LIVE” oder sonstige Unterstützungsleistungen ausgeglichen werden kann.
Die bevorstehenden Ausschüttungen zum 1. April und 1. Juni sind gesichert. Weitere Infos gibt’s unter www.gema.de/musikurheber/nothilfe-programm-fuer-gema-mitglieder.

Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten:
Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) bietet Inhaber*innen eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene, die durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben, eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro.
Weitere Informationen sowie die Antragstellung unter www.gvl.de/coronahilfe.
Die GVL plant darüber hinaus ihre berechtigten Tonträgerhersteller mit einer Abschlagszahlung auf die für September 2020 geplante Erstverteilung für das Nutzungsjahr 2019 zu unterstützen. Der Abschlag orientiert sich an der Höhe der für das Nutzungsjahr 2018 zugewiesenen Vergütungen. Über diese Vorauszahlung hinausgehende Verteilerlöse werden dann bei der regulären Erstverteilung 2019 im September ausgezahlt (bzw. im Falle einer Überzahlungen aufgerechnet und ggf. zurückgefordert).

Sonderförderprogramm #takecare des Fonds Darstellende Künste:
Der Fond Darstellende Künste reagiert kurzfristig auf die bundesweiten Ausfälle von Aufführungen, Proben und Premieren mit einer Anpassung seiner Förderung. Mit dieser ersten Fördermaßnahme passt der Fonds seine Initialförderung an und nimmt zunächst von Einkünfteausfällen1 betroffene frei produzierende Künstler*innen, die in den letzten zehn Jahren durch den Fonds gefördert wurden, in den Blick.
Weitere Infos gibt’s unter www.fonds-daku.de/takecare.

Entschädigung des Verdienstausfalls durch Quarantäne:
Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot bzw. einer Quarantäne unterliegt und einen Verdienstausfall erleidet, ohne krank zu sein, erhält grundsätzlich eine Entschädigung. Auch Selbstständige und Freiberufler*innen erhalten den Verdienstausfall ersetzt. Der Antrag muss innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Einstellung des Tätigkeitsverbots oder Ende der Absonderung gestellt werden. Zuständig in Nordrhein-Westfalen sind der Landschaftsverband Rheinland (Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf) und der Landschaftsverband Westfalen Lippe (Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster). In Rheinland-Pfalz fällt das in den Aufgabenbereich des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung. Weitere Infos sind HIER verfügbar.

Für Versicherte der Künstlersozialkasse:
Lässt sich die Schätzung des gemeldeten voraussichtlichen Jahresarbeitseinkommens im laufenden Jahr nicht verwirklichen, weil zum Beispiel Aufträge storniert werden, besteht jederzeit die Möglichkeit, der KSK die geänderte Einkommenserwartung zu melden. Die Beiträge werden auf Antrag den geänderten Verhältnissen angepasst. Weitere Informationen sowie den Antrag findet ihr unter www.kuenstlersozialkasse.de/die-ksk/meldungen.html
Bestehen akute Zahlungsschwierigkeiten können individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden. Hierzu kann man einen formlosen, schriftlichen Antrag auf Stundung oder Ratenzahlung stellen; dies ist auch per E-Mail an abgabe@kuenstlersozialkasse.de möglich.

Weitere interessante Links für euch:

Landesbüro für bildende Kunst
Infos für Soloselbstständige von ver.di
Landesportal NRW
Mental Health in Music

***Die Seite wird fortlaufend aktualisiert!***

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